Definition: Kalk, ist eine chemische Verbindung der Elemente Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff mit der chemischen Formel CaCO3-(Calciumcarbonat)
 
1 Grad deutsche Härte (1 °d)  entspricht 17,85 mg/l CaCO3
 
Das in der Natur vorkommende Wasser und das gewöhnliche Leitungswasser enthalten unter anderem gelöste Gase (O2, N2, CO2) und eine Reihe von Salzen. Hierzu gehören Calcium- und Magnesiumsalze, insbesondere ihre Chloride, Sulfate und Hydrogencarbonate, die als Härtebildner bezeichnet werden.  
Hydrogencarbonate entstehen durch Lösen von Calciumcarbonat durch Reaktion mit kohlenstoffdioxidhaltigem Wasser.
CaCO3 + H2O + CO2 --->   Ca (HCO3)2
 
Da die Hydrogencarbonate in der Hitze in Carbonate umgewandelt werden, fällt beim Kochen ein Teil der Calcium-Salze als schwerlösliches Calciumcarbonat wieder aus.  Dieser Vorgang heißt Kesselsteinbildung, da sich Kessel zur Heißwasseraufbereitung so mit einer Schicht Kalk überziehen.
Ca (HCO3)2 ---> CaCO3 + H2O + CO2
 
Bei sehr hohem Anteil an Magnesiumionen im Wasser, können auch basische Magnesiumcarbonate ausfallen. Diesen Teil der Härte bezeichnet man heute als Carbonathärte, früher als temporäre Härte, da man diesen Teil durch Kochen entfernen kann. 
Die permanente Härte wird dagegen durch die Sulfat- u. Chlorid-Ionen hervorgerufen. Deren Calcium- und Magnesium-Salze können nicht durch Kochen ausgefällt werden.  

Die Gesamthärte gibt die Summe der Konzentrationen der Kationen (positiv geladenes Ion) von Erdalkalimetallen im Wasser an. Diese bestehen aus Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium und Barium. Hauptsächlich sind jedoch Ca2+und  Mg2+(Calcium, Magnesium) vorhanden.
 
Kalk im Körper:
Kalk dient dem Körper als leichter Säurepuffer, wogegen die Niere Arbeit damit hat, ihn auszuscheiden. Das gebundene Calcium liegt in einer sehr groben Art vor, welche für unseren Organismus sehr schwer verwertbar ist. Mineralien wie Calcium nimmt der Körper vorwiegend in Form von fester Nahrung zu sich. In dieser Form ist Calcium zwar weiterhin anorganisch, wurde aber bei der Aufnahme durch eine Pflanze mehrfach aufgespalten und ist daher für die menschliche Zelle geeigneter. Im Allgemeinen nehmen wir so gut wie alle Mineralstoffe über die Nahrung auf. Der Mensch isst grob gesehen Pflanzen und Fleisch. Pflanzen sitzen wie beschrieben im Boden in mineralstoffreicher Erde und bereiten sie für uns auf. Auch die Mineralstoffe im Fleisch sind für uns verwertbar, denn jedes fleischfressende Tier hat einmal einen Pflanzenfresser gefressen und dieser wiederrum eine Pflanze.
 
Kalk alleine lagert sich nicht in unseren Gefäßen ab. Es ist die Verbindung von Kalk, Cholesterin und Fetten bzw. Ölen aus der Nahrung. Diese Mischung (früher als Außenfassade verwendet worden, da sehr beständig) aus Kalk und Fett ergibt eine harte klebrige Masse, welche sich in unseren Arterien ablagern kann. Auch bildet diese Masse einen Großteil der bekannten Nieren, Gallen, und Blasensteine.
Heutzutage entnehmen wir unser Trinkwasser hauptsächlich dem Grundwasser, das um einiges mehr Kalk als eine natürliche Bergquelle enthält, da der natürliche Bodenfilter außer Kraft gesetzt ist. Die Natur jedoch stellt an vielen Orten durchaus Wasser mit einem gewissen Kalkgehalt zur Verfügung. Was aber kein Problem dargestellt hat, bis der Mensch angefangen hat, seine Ernährung umzustellen.
Der Kalk ist der gleiche wie früher (nur etwas mehr) aber das Fett hat sich geändert. Damals hat man Fett in Form von Nüssen, Oliven oder Getreide zu sich genommen. In dieser Form ist Fett wasserlöslich und ergibt in Verbindung mit Kalk kaum ein Problem. Heute essen wir jedoch ein Auszugsprodukt nämlich raffinierte (nicht wasserlösliche) Fette und diese ergeben in Verbindung mit Kalk das eben erwähnte Problem.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
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